Was afrikanische Medien vom Guardian lernen können

Alan Rusbridger erklärt dem IIJ-Studenten James Ratemo, was er von afrikanischen Online-Medien denkt. Aufgenommen am Rande der ZEIT ONLINE Debatte zur Zukunft des Journalismus am 20. Oktober 2010 in Berlin mit der Kodak Zi8 und einem externen Mikrofon ATR 55 Audio Technica.

So richtig viel Neues hat er nicht verraten, der Chefredakteur von Guardian online, Alan Rusbridger, als mein afrikanischer Kollege James Ratemo ihn danach fragte, was die afrikanischen Medien vom Guardian lernen könnten. Das lag einmal daran, dass Rusbridger gerade über eine Stunde Debatte über den Journalismus der Zukunft und ein halbstündiges Interview mit Radio 1 (mp3) hinter sich hatte. Zum anderen lag’s sicher auch an der offenen Fragestellung.

Die Webseite des Guardian hat derzeit rund 37 Millionen Besucher (Unique Visitors) im Monat. Mit solchen Besucherzahlen hat kollaborativer Journalismus eine gute Grundlage. Für viele afrikanische Online-Medien ist das Utopie – ebenso wie die Werbeeinnahmen, die der Guardian generieren kann.

Wie hat der Guardian das geschafft? Vielleicht ist es gerade der Umstand, dass sich Rusbridger um die Einnahmen der vom Scott Trust finanzierten Zeitung nur theoretisch Sorgen machen muss, dass der Guardian Chef so offensiv in die Online-Zukunft investiert. Wo andere die Print-Gegenwart in Gefahr sehen und die schützende Hand über ihre traditionsreichen Blätter legen, setzt er ganz aufs Internet.  Er gibt offen zu, dass auf Dauer einer der beiden Guardian-Kanäle Federn  lassen muss, um den anderen im vollen Umfang am Leben zu erhalten. Klar, dass letzterer der Online-Guardian sein wird.

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